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Validierungsstudien

Die entwickelten MOBAK-3 Testaufgaben wurden in einer Validierungsstudie (N = 323, ♀ = 59%; M = 9.2 Jahre, SD = .39) einer empirischen Überprüfung unterzogen (ausführlich Herrmann & Seelig, submitted).
  • Curriculare Validität:
    Dieser Aspekt ist im Sinne einer Augenscheinvalidität erfüllt und begründet sich durch die Anknüpfung an die in den Lehrplänen formulierten Zielstellungen.
  • Faktorielle Validität:
    Für die MOBAK-3 Testaufgaben konnte mittels konfirmatorischen Faktorenanalysen eine zweifaktorielle Struktur bei guter Modellanpassung bestätigt werden. Der erste Faktor „Sich-Bewegen“ beinhaltet die vier Testaufgaben „Balancieren“, „Rolle auf Kasten“, „Achterlaufen“ und „Seilspringen“. Der zweite Faktor „Etwas-Bewegen“ beinhaltet die vier Testaufgaben „Prellen“, „Dribbeln“, „Werfen & Fangen“ und „Zielwerfen“. Weiterhin konnte statistisch abgesichert werden, dass die Berechnung eines Faktorsummenwertes (= Summe der Ergebnisse aller Testaufgaben eines Faktors) zur Berechnung eines Gesamtwertes für jeden MOBAK-Faktor zulässig ist. 
  • Diskriminante Validität:
    In der vorgängigen Validierungsstudie zur MOBAK-1 Testbatterie (N = 317; ♀ = 55%; M = 7.0 Jahre, SD = .36) konnte weiterhin gezeigt werden, dass die Testaufgaben zur Erfassung der motorischen Basiskompetenzen mit den Testaufgaben zur Erfassung der motorischen Fähigkeiten (20m-Sprint, Standweitsprung, Tapping, Seitspringen) nur in einem geringen Zusammenhang stehen. Die MOBAK Testbatterien erfassen daher einen spezifischen Bereich der Motorik, welcher von den motorischen Fähigkeiten abzugrenzen ist (ausführlich Herrmann, Gerlach & Seelig, submitted).

Auf Basis dieser psychometrischen Ergebnisse ist die MOBAK-3 Testbatterie für die Evaluation der Wirkungen von Sportunterricht auf die motorischen Basiskompetenzen als geeignet anzusehen.

 

Die Vorteile MOBAK-3 Testbatterie liegen in der …

  • curricularen, faktoriellen und diskriminanten Validität.
  • schnellen Testdurchführung mittels unterrichtsnaher Testaufgaben, die mit den in der Halle verfügbaren Materialien umsetzbar sind.
  • leichten Bewertbarkeit der Testaufgaben mittels dichotomer Skalen (bestanden/nicht bestanden).
  • einfachen Berechnung des Gesamtwertes der beiden MOBAK-Faktoren.
  • Interpretierbarkeit der Ergebnisse auf Ebene der einzelnen MOBAQ-Testaufgaben.

 
Herrmann, C., Gerlach, E. & Seelig, H. (submitted). Motorische Basiskompetenzen in der Grundschule. Begründung, Erfassung und empirische Überprüfung eines Messinstruments.

Herrmann, C. & Seelig, H. (submitted). Validation of a test instrument to acquire basic motor competencies of third graders in primary school.